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Ruhestand? Rente? Altersvorsorge?- Mach ich morgen! – Warum warten bei der Vorsorge gefährlich ist

Altersvorsorge jetzt

Warum vorsorgen für den Ruhestand?

Das Thema Altersvorsorge ist für viele noch sehr weit weg und wird daher als kein akutes Problem wahrgenommen. Das stimmt zwar, allerdings ist es notwendig, dieses „Problem“ bereits heute anzugehen, da nur so die Möglichkeit besteht, eine Lösung zu finden. Warum das so ist, das erfahrt ihr im Folgenden.

"Das Problem:"

Für einen sehr großen Teil der Bevölkerung wird die staatliche Vorsorge im Alter nicht reichen, da sie nur einen kleinen Teil des letzten Bruttoverdienstes abdeckt.

Der wesentliche Grund dafür ist das Konzept des umlagefinanzierten Rentensystems mit dem die deutsche Rentenversicherung „betrieben“ wird. In diesem System zahlt nicht jeder selbst für seine eigene Rente, sondern der erwerbstätige Teil der Bevölkerung zahlt für die aktuellen Rentner die Renten.

Wenn du genau wissen willst, wie das Ganze funktioniert schau am besten hier vorbei:

In Videoform wird das ganze z.B. hier erklärt:

Dieses System funktioniert so lange gut, bis die Anzahl der Erwerbstätigen im Verhältnis zur Anzahl der Rentner nicht mehr reicht, um die Renten ausreichend zu erwirtschaften. In früheren Zeiten, in den Jahren bis ca. 2000 hat das System sehr gut funktioniert, da die Anzahl der Einzahlerinnen und Einzahler deutlich größer war als die Zahl der Rentner. In den Jahren danach hat sich dieses Verhältnis begonnen zu drehen, sodass die Zahl der einzahlenden Personen je Rentner immer weniger werden. Während im Jahr 1962 6,0 Personen je Rentner eingezahlt haben, haben im Jahr 1993 noch 2,7 und im Jahr 2019 2,1 Personen je Rentner eingezahlt. Im Jahr 2030 wird diese Zahl auf 1,5 Personen und im Jahr 2050 auf 1,3 Personen fallen. Die wesentlichen Gründe dafür sind eine geringere Geburtenzahl und somit schrumpfende Folgegenerationen und die steigende Lebenserwartung.


Diese Entwicklung wird dazu führen, dass das Rentensystem zunehmend teuer wird. Während im Bundeshaushalt heute bereits zusätzlich zu den Rentenbeiträgen ca. 100 Milliarden € für die Rente aus Steuermitteln finanziert werden müssen, was ca. 30% der Gesamtausgaben entspricht, wird dieser Zuschuss im Jahr 2060 über 55% des Bundeshaushalts auffressen.

Seriöse Quellen dazu gibt es hier:

Studien und Quellen gibt es dazu hier:

Unter Berücksichtigung der Alterspyramide und der zukünftigen steigenden Lebenserwartung ist zu erwarten, dass die Finanzlücke im Rentensystem immer größer und dadurch irgendwann untragbar wird.

Das hat zur Folge, dass das Rentenniveau in Deutschland von heute über 50% auf zukünftig unter 45% sinken wird. Dies ist keine Fantasie, sondern bereits auf der Seite der deutschen Rentenversicherung nachlesbar. So liegt die Prognose der deutschen Rentenversicherung für Rentner mit Renteneintritt im Jahr 2030 bei nur 44,3%. Eine Tendenz hier ist eindeutig erkennbar, sodass zukünftig ein Rentenniveau nahe 40% die Realität sein wird.

Entwicklung des Rentenniveaus als Erläuterung bei der deutschen Rentenversicherung

Eine Zusammenfassung der Gründe mit Erläuterung gibt’s auch nochmal z.B. bei einfach-rente.de

Doch was ist dieses 45% Renten-Niveau überhaupt?

Das Rentenniveau zeigt die Relation zwischen der Höhe einer Rente (45 Jahre Beitragszahlung auf Basis eines durchschnittlichen Einkommens) und dem durchschnittlichen Einkommen eines Arbeitsnehmers/einer Arbeitnehmerin.“ [Deutsche Rentenversicherung]

Durchschnittlich heißt in dem Fall durchschnittlich im Erwerbsleben. Somit bezieht sich die Rente in % auf das durchschnittliche Lebenseinkommen und NICHT auf das letzte Einkommen. Bei Beamten hingegen wird die Pension z.B. auf die Besoldung am Ende abgestellt. Dies ist bei Rentnern nicht der Fall. Falls ihr also zum Ende eurer Karriere erheblich mehr verdient, wird dies eure Rente kaum erhöhen. Bei all euren Überlegungen solltet ihr also stets im Kopf behalten, dass eure Rente, insbesondere, wenn ihr am Ende eurer Karriere deutliche Gehaltssprünge nach oben macht, deutlich weniger ist als 43% von eurem letzten Gehalt.

Warum das durchschnittliche Einkommen für die Rente entscheidend ist und wie diese berechnet wird, wird z.B. bei einfach-rente.de erklärt.

Beispiele & Fazit

Falls du dich nun fragst, wie viel das denn nun ist hier ein paar Beispiele:

Die Standardrente, also die Rente nach 45 Jahren Beitragszeit mit dem Durchschnittseinkommen beträgt heute ca. 1.540€ brutto (vor Steuern und vor Sozialabgaben). Ein Durchschnittseinkommen sind im Jahr 2020 ca. 40.500€ im Jahr / 3.375€ im Monat (vor Steuern und Sozialabgaben).

Dies wird zukünftig noch weniger, da das Rentenniveau fallen wird (siehe z.B. bei Wikipedia)

Fazit: Nahezu alle Personen, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, werden im Alter massive Einbußen haben. Man könnte auch sagen:

Long Story short: DIE KOHLE REICHT NICHT!

Wenn dir später 43% deines heutigen Gehalts nicht reicht, musst du privat anderweitig vorsorgen, oder später in deiner Rente arbeiten.

Daher: Altersvorsorge mache ich morgen heute

Wie du in Eigenregie für deine Rente vorsorgen kannst und wie hoch dein Sparbetrag sein sollte findest du hier:

Weitere Links:

Thematisch ähnliche Erläuterungen in Form von Videos findet ihr hier:

Wenn ihr an einer Studie zum Thema mit modellhaften „Erwerbsbiografien“ interessiert seid, und welche Rente z.B. für eine Erzieherin zu erwarten ist, schaut hier rein:

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